sagen des harzesSagen wurden zu Zeiten, da es noch kein Radio und Fernsehen gab, mündlich am heimischen Ofen oder im Wirtshaus zum Besten gegeben. Einerseits diente die Sage sicher der Unterhaltung, andererseits sollten aber auch Kinder vor der Gefahr des Waldes gewarnt werden.
Wenn der Wind kalt um das Haus strich, der Schnee hoch lag und die einzige Beleuchtung im Haus aus dem Feuer im Ofen und einer Kerze bestand, war es Zeit Sagen und Märchen zu erzählen, schaurig und schön.
Wer einmal bei Wind und Wetter, auf Schusters Rappen durch den Harz wandert, dunkle Wälder durchquert und schroffe Hänge besteigt, kann sich ein Bild machen wie die Sagen entstanden sind. Viele Begebenheiten und erlebtes im Harz ließen sich nicht erklären und so erzählte man in der Schenke oder zu Hause davon. Hier und da wurde die Erzählung etwas ausgeschmückt: Wurzeln wurden zu wilden Tieren oder Zwergen, Bergformationen zu Geistern und Riesen je nach Phantasie des Erzählers.
Leider wird diese Art der Überlieferung in unserer Zeit kaum noch gepflegt.
Deshalb möchte ich hier in loser Folge Sagen des Harzes zusammentragen. Vielleicht gibt es ja wieder einige Eltern, die ihren Kindern davon erzählen wollen, was sich einst im Harz so „zugetragen“ haben soll.


Charakteristika und Formen von Sagen

Es gibt verschiedene Charakteristika und Formen von Sagen ( Natursagen ,Geschichtssagen, …usw. ) und Gruppierungen ( Ortssagen, Bergmannssagen, …usw.) , aber darauf möchte ich hier verzichten, da es hier nur um die Erzählung selbst als Kulturgut geht und keine wissenschaftliche Abhandlung geschrieben werden soll.
Wer sich genauer mit der Materie befassen möchte empfehle ich wikipedia.org/wiki/Sage als Anfang zu weiterführenden Quellen.


In eigener Sache

Die hier wiedergegebenen Sagen wurden den jeweils am Ende der Sage genannten Quellen entnommen. Diese wurden in den heutigen Sprachgebrauch „übersetzt“.  Einige Begriffe jedoch wurden übernommen weil sie den Sagen einiges an Charme nehmen würden, wenn man sie übersetzen würde. Diese Begriffe finden Sie als Fußnote am Ende der Sage sinngemäß erklärt.